Unsere Namenspatrone

St. Augustinus und St. Monika

- die Namenspatrone der Kirchengemeinde und des Altenpflegeheims
Schon die erste nach der Reformation in Hameln errichtete katholische Kirche trug den Namen des Hl. Augustinus. Diese Augustinus-Kirche war 1866 für die damalige kleine Diaspora-Gemeinde am Ostertorwall/Wilhelmstraße errichtet worden (heute steht dort noch das ehemalige Pfarrhaus, inzwischen eingerichtet als „Caritas-Haus“).
Für die ‚neue‘ St. Augustinus-Kirche an der Lohstraße wurde am 8. März 1953 der Grundstein gelegt. Bereits am 2. Mai 1954 konnte die Kirche durch Bischof Dr. Joseph Godehard Machens eingeweiht werden und erhielt – so wie die alte Kirche – den Heiligen Augustinus als Namenspatron.
Für das Altenpflegeheim wurde als Patronin die Heilige Monika, die Mutter des Augustinus, bestimmt. Die Statue der Hl. Monika direkt am Eingang des Hauses wurde nach der Erweiterung des Speisesaals und der Halle ogestiftet und am 2. September 1999 durch Weihbischof Koitz aus Hildesheim eingeweiht.

Augustinus
wurde geboren am 13. November 354 zu Tagaste in Numidien (Nordafrika) als Sohn des Heiden Patricius und der frommen Christin Monika. Seine Mutter erzog ihn in christlichem Sinn, doch empfing Augustinus die Taufe nicht. Seine Studienjahre entfremdeten ihn dem katholischen Glauben. Als Professor für Rhetorik in Mailand lernte er durch die Predigten des Hl. Ambrosius das Christentum von einer neuen Sicht her kennen. In der Osternacht 387 empfing er durch Ambrosius die Taufe. 388 kehrte Augustinus nach Tagaste zurück, wo er nach klösterlicher Weise lebte. 391 wurde er in Hippo zum Priester, 395 zum Bischof geweiht. Das Bistum Hippo leitete er unermüdlich als Seelsorger und Anwalt der wahren Lehre. Durch seine zahlreichen Schriften entwickelte er sich zum geistigen Führer der abendländischen Kirche, der, zeitweise von der Scholastik zurückgedrängt, auch heute noch von großem Einfluß ist. Augustinus starb während der Belagerung Hippos durch den Vandalenkönig Geiserich am 28. August 430. Seit dem 8. Jahrhundert befinden sich seine Reliquien zu Pavia (Namenstag am 28. August).

Monika
geboren 332 zu Tagaste in Numidien von christlichen Eltern, heiratete in jungen Jahren den heidnischen Beamten Patricius. Den erfolgreichen Studienverlauf ihres jüngeren Sohnes Augustinus verfolgt sie mit mütterlichem Stolz. Doch seine religiöse Entwicklung, die ihn immer mehr vom wahren Glauben wegführte, erfüllte sie mit Sorge. In flehentlichem Gebet bestürmte sie immer wieder aufs neue Gott, ihrem Sohn die Gnade des Glaubens zu schenken. Sie erlebte noch die Freude, daß sich Augustinus in Mailand taufen ließ. Als Monika von dort nach Afrika zurückkehren wollte, starb sie im Herbst 387 zu Ostia. Ihr Leib ruht in der Kirche S. Agostino zu Rom (Namenstag am 27. August).


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